Kritik am Aus für Lübecker Medizin
2010.06.11
Die Hochschulrektorenkonferenz hält die geplante Schließung des Medizinstudiums in Lübeck für falsch. „Aus meiner Sicht ist diese Entscheidung ein falscher Schritt mit weit reichenden Konsequenzen – nicht nur für die Universität Lübeck, sondern für Schleswig-Holstein und die Bundesrepublik Deutschland insgesamt“, heißt es in einem Brief von Präsidentin Margret Wintermantel an Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). Das offene Schreiben ging durch die Medien und sorgte für viel Resonanz. Angesichts geringer Kapazitäten für die Ärzte-Ausbildung in Deutschland sei eine Schließung einer Medizinischen Fakultät unverantwortlich. Die machthabende CDU/FDP-Koalition in Schleswig-Holstein will aus Kostengründen nur noch in Kiel Mediziner ausbilden.
Kritiker sehen darin ein baldiges Aus für die gesamte Uni Lübeck. Immer mehr Proteste werden gegen das baldige Aus der Medizinuni Lübeck laut. So drohen auch erste Wissenschaftler wie der SARS-Forscher Rolf Hilgenfeld und der Leibniz-Preisträger Jan Born mit dem Wegzug aus Schleswig- Holstein, wenn das Land an den Schließungsplänen festhält. Auch aus der Wirtschaft werden Proteste laut, wie beispielsweise von der Firma Niederegger.






