Medizinstudium in Deutschland

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Um ein Medizinstudium in Deutschland absolvieren zu können, benötigt man zuerst einmal die Allgemeine Hochschulreife, also das Abitur. Weiterhin ist das Medizinstudium durch die Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) geregelt.

Diese Approbationsordnung besagt, dass die medizinische Ausbildung „grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern vermitteln, die für eine umfassende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung erforderlich sind. Die Ausbildung zum Arzt wird auf wissenschaftlicher Grundlage und praxis- und patientenbezogen durchgeführt.

Sie soll:

• das Grundlagenwissen über die Körperfunktionen und die geistig-seelischen Eigenschaften des Menschen,
• das Grundlagenwissen über die Krankheiten und den kranken Menschen,
• die für das ärztliche Handeln erforderlichen allgemeinen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Diagnostik, Therapie, Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation,
• praktische Erfahrungen im Umgang mit Patienten, einschließlich der fächerübergreifenden Betrachtungsweise von Krankheiten und der Fähigkeit, die Behandlung zu koordinieren,
• die Fähigkeit zur Beachtung der gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns,
• Grundkenntnisse der Einflüsse von Familie, Gesellschaft und Umwelt auf die Gesundheit, die Organisation des Gesundheitswesens und die Bewältigung von Krankheitsfolgen,
• die geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens

auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes vermitteln. Die Ausbildung soll auch Gesichtspunkte ärztlicher Qualitätssicherung beinhalten und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Ärzten und mit Angehörigen anderer Berufe des Gesundheitswesens fördern.“ (Stand ÄAppO 2002)

Die Regelstudienzeit für das Medizinstudium beträgt 12 Semester und 3 Monate, also etwas über sechs Jahre. Das Studium ist in zwei Bereiche geteilt. In den ersten vier Semestern geht es um den vorklinischen Teil. Dieser Bereich wird mit der ersten Prüfung, dem Physikum abgeschlossen. Nach diesen zwei Jahren verfügt der angehende Mediziner über ein Grundverständnis des menschlichen Körpers.

Im Anschluss daran steht der klinische Teil. Hierbei verlagert sich die Lehre immer mehr in die praktische Anwendung. Am Ende dieses Bereiches stehen ein praktisches Jahr von 48 Wochen und die große Abschlussprüfung, die das Medizinstudium abschließt. Nach Bestehen dieser Prüfung kann die Approbation bei den zuständigen staatlichen Stellen beantragt werden.